Celtic-Pop aus der Bretagne

Gwennyn "Avalon"

Die bretonische Sängerin Gwennyn hat sich ein weiteres Mal der mythischen Sagenwelt hingegeben, die die Bretagne so geheimnisvoll macht. Die Erzählungen von Avalon, der Gralsmythos, die Legenden von Merlin und König Artus und die kleinen Geschichten, die sich um Fabelwesen, Kobolde und Feen drehen, gehören zum Erscheinungsbild des eigenwillig schönen Fleckens im äußersten Westen Frankreichs. "Avalon" nennt die Künstlerin in fünftes Album. Gwennyn lässt sich auf der CD nicht zu feenhafter Unnahbarkeit hinreißen, wie es gern bei solcherart Geschichtserzählung passiert. Gwennyns Stimme ist bei allem Mythos um diese Sagenwelt weit entfernt von seichtem Esotherikfeengesäusel. Sie besitzt genug Volumen, um auf dem Album das beherrschende Medium zu sein. Sie interpretiert den Mythos mit deutlicher Nähe zum keltischen Folk und zu modernerem Rock. Gelungene Eigenkompositionen und traditionelle Vorlagen halten sich auf der CD die Waage. Den Abschluss bildet eine Coverversion des Roxymusicsongs "Avalon". Ein exzellentes musikalisches Ensemble unterstützt sie dabei, mit Gitarre, irischer Uillean Pipes, Violine und bretonischer Bombarde. "Avalon" ist ein gelungenes bretonisches Folkpop-Album.

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