Frische Fische – Playlist der Neuvorstellungen auf Radio-Skala im November

Fangfrische Musik aus aller Welt gibt es in der Sendung "Frische Fische" auf Radio-Skala.

Mittwoch, 24. November, 20:00 Uhr

Samstag, 27. November 2021 18:00 Uhr

und

Sonntag, 28. November 2021 11:00 Uhr

 

Zu hören sind:

Jackson Browne
Dota Kehr
Salvador Sobral
Zaz
Club des Belugas
Geronimo
Jeanette Hubert

Mehr Informationen hier im Blog zum Sendungsbeginn.

Jackson Browne

Jackson Browne
U.S.A.

Aus dem Album:
Downhill from Everywhere
hören sie die Titel:

Minutes to Downtown
The Dreamer

50 Jahre nach seinem Debütalbum erscheint Jackson Brownes 15. Studioalbum. Gefühlvoll und engagiert wie seit Anbeginn seiner Karriere zeigt sich der Folkaltmeister auch noch im hohen Alter.  Respekt und Würde,  Sehnsucht und Wut setzt er gekonnt sensibel in Szene und behält dabei immer den Optimismus im Blick. Musikalisch ist er seinem folkig-rockigen Wurzeln treu geblieben.

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Dota Kehr

Dota Kehr
Deutschland

Aus dem Album:
Wir rufen Dich, Galaktika
hören sie die Titel:

Sommer für Sommer
Bademeisterin

Dota, die Kleingeldprinzessin, erreicht mit ihrem neuen Album "Wir rufen Dich, Galaktika" wieder die Herzen der Träumer und Realisten gleichmaßen. Ihre einfühlsame Stimme weckt vertrauen, ihre Musik beruhigt, ohne einzuschläfern, ihre Texte sind poetisch, und glaubwürdig, liebvoll und mit einem feinen Humor versehen, der keine Schadenfreude kennt. Popig-poetische Lieder mit Substanz.

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Salvador Sobral

Salvador Sobral
Portugal

Aus dem Album:
bpm
hören sie die Titel:

Fui vermeu amor
Mar de Memórias

Salvador Sobrals Karriere war auch vor seinem überraschenden Erfolg auf dem Eurovisions Songcontest 2017 eine sehr eigenwillige. Jazzorientiert experimentierte er mit Stimme und Klängen. Auf "bpm" setzt er dieses Werk fort, zerpflückt Harmonien, um sie später gekonnt wieder zusammen zusetzen. Dabei wirken seine Songs sensibel, spiegeln seine Persönlichkeit wieder, sind mal beschwingt, mal melancholisch und immer von der eigenwilligen Sprödigkeit dieses außergewöhnlichen Interpreten.

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Zaz

Zaz
Frankreich

Aus dem Album:
Isa
hören sie die Titel:

Ce que tu es dans ma vie
Exister

 

Zaz besaß noch nie eine besonders kraftvolle Stimme. Ihre Heiserkeit machte die persönliche Note der Französin aus.  Man hatte beim Singen immer Angst, dass die Stimme mal ganz wegbleibt. Genau das ist geschehen und Zaz doktorte fast zwei Jahre an ihrer Stimme herum. Jetzt ist sie wieder da - die Stimme, wie die Sängerin und gibt mit "Isa" ein sehr einfühlsames Comeback. Ihre Songs sind insgesamt leiser und gefühlvoller geworden. Das Chaos in ihrer Musik ist verschwunden. Wäre das unsägliche Duett mit dem Rammstein-Sänger Till Lindemann nicht, könnte man das Album als rundum gelungen betrachten.

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Club

Club des Belugas
Deutschland

Aus dem Album:
How to Avoid Difficult Situations
hören sie die Titel:

Casually
Coming a little bit closer

 

Erstaunlich produktiv zeigt sich das Team um Maxim Illion, namentlich als Club des Belugas bekannt. Die Club und Loungeszene wäre um einiges ärmer, ohne die durchgängig tanzbaren Alben, die sie in schöner Regelmäßigkeit veröffentlichen. Auch das aktuelle Album turnt wieder elegant zwischen Jazz, Soul, Latin und Clubmusik.  Anna Lucas zart schmelzende Stimme eröffnet das 12. Studioalbum mit einem Song, der wie Samt über die Haut streicht. Iain Mackenzie zeigt seine Fähigkeiten beim Scatgesang. Die seit wenigen Jahren zum Stamm des Clubs gehörige Maya Fadeeva singt eine rotzfreche Version von Stings Klassiker "Straight to my Heart".  Lene Riebeau gibt uns mit "Coming a little bit closer" die einzig wahre Souldiva. So könnte man weiter durch die Platte eilen und jeden Song betrachten. Aber eigentlich reicht es völlig, das Album "How to Avoid Difficult Situations" anzuhören. Ihr könnt dann schon selbst sehen, wie ihr dahinschmelzen werdet.

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Geronimo

Geronimo
Belgien

Aus dem Album:
Run High
hören sie die Titel:

The Rundown
Wetland and Track

Der Musiker der sich Geronimo nennt, heißt eigentlich Jeroen Geerinck und ist als Gitarrist, in der belgischen Folkszene aktiv. In Bands, wie Snaarmaarwaar, Hot Griselda und Spilar wirkte er mit. Geronimo nennt er ein Soloprojekt, das er seit ein paar Jahren verfolgt. Er spielt, wie auf dem aktuellen Album gut zu verfolgen ist, verschiedene Gitarren. Die Songs pendeln zwischen Rock, Jazz und Folk, besitzen eine vereinnahmende Dynamik. Das Album "Run High" versuchen einen aktiven, sportlichen Tag wiederzugeben. Vom Tagesanbruch an, über einen kleinen Lauf entlang einer Feuchtwiese. "The Rundown" lässt einem untrainierten Zuhörer nach Luft schnappen. Dann folgt mit "Pace up" eine rasante Beschleunigung. Später erwartet den Hörer ein "Weitsprung". Etwas Beruhigung gibt es beim "Promenieren". Am Ende kann man abgekämpft und glücklich in den Sonnenuntergang, dem "Dawn" spazieren. Nur selten ergänzt Geronimo sein Gitarrenspiel mit programmierter perkussiver Begleitung oder auch mit dezenter Elektroorgel. "Run High" ist wie eine Dreiviertelstunde Workout mit anschließender glücklicher Erholungseinheit. 

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Jeanette Hubert

Jeanette Hubert
Deutschland

Aus dem Album
Home

hören sie die Titel:

By my side
Strangers
Homeless

 

Lange hat sie sich Zeit gelassen, die Berlinerin und Liedermacherin Jeanette Hubert. Ihr Debüt "On the Run" ist Jahre her. Schon damals - 2012 - bescheinigten Kritiker und Hörer der Sängerin einen unwiderstehlichen Ausdruck von Persönlichkeit. Davon hat sie nichts verloren. Im Gegenteil. "Home" ist ein wunderschönes, ehrlich klingendes Songwriteralbum, mit harmonischen, leicht jazzigen Kompositionen, die sich auf einer leisen Welle der Melancholie in Richtung Hoffnung treiben lassen. Sie erzählt von kleinen, gut beobachteten Momenten, wie denen, die offenbaren, wie sehr man sich gesehnt hat, einen lang vermissten Freund wiederzusehen, um im Wiedersehen zu erkennen, dass von der einstigen Unbeschwertheit nichts mehr übrig ist. Alle Lieder erzählen von Begegnungen mit Menschen, den Verwunderungen und Verwundungen, die sie hinterlassen. Aber ihre Musik wirkt nicht ruhelos, sondern geerdet. Was man auch am Albumtitel erkennt. "Home" ist nicht die Aufforderung zum Zuhause bleiben, der wir lange folgen mussten, sondern vielmehr das Gefühl, willkommen zu sein, da wo man ist. Man muss sich tatsächlich nur diese gelungene CD anhören, um ein Gefühl von Geborgenheit zu verspüren. Selten umschloss jemand dieses Gefühl so warmherzig in Noten. 

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